Boehringer Ingelheim hat den Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2026 um 16,2% auf 15,8 Mrd. Euro gesteigert. Wachstumstreiber waren das Blockbuster-Medikament JARDIANCE® sowie neue Produkteinführungen in den USA. Gleichzeitig meldet der Pharmakonzern Fortschritte in der Pipeline, darunter positive Phase III-Daten für den Adipositas-Kandidaten Survodutid.

Der Diagnostikspezialist Bruker hat die klinische Metagenomik-Plattform DISQVER® des deutschen Unternehmens Noscendo übernommen. Die Technologie ermöglicht die Analyse von mikrobieller DNA direkt aus Blutproben mittels metagenomischer Next-Generation-Sequenzierung (mNGS) und kann ohne vorherige Kultivierung mehr als 11.000 Mikroorganismen und Parasiten identifizieren.

Der Anlauf zur Komplettsanierung der beiden Max-Planck-Institute im Süden Münchens war gewaltig: bereits 2018 hatten die Überlegungen zur Renovierung der in den 70er Jahren gebauten Institute begonnen, dann kam eine Pandemie dazwischen, manches Jahr ging dahin und nun also wurde der Sieger des Architektenwettbewerbes für die umfassende Neubauplanung und Modernisierung einiger Bestandsbauten bekannt gegeben. Geplant ist die Fertigstellung 2038, der Freistaat Bayern wird dafür 500 Mio. Euro bereitstellen. Über ein Jahrzehnt Forschung auf einer Großbaustelle wird bei allen Beteiligten Spuren hinterlassen.

Prof. Dr. Andreas Pahl ist neuer Chief Executive Officer der Simris Biologics GmbH in Berlin. Der ehemalige Forschungsvorstand und CEO der Heidelberg Pharma AG trat seine neue Position Mitte Juli an.

Boehringer Ingelheim hat seinen Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2026 um 16,2% auf 15,8 Mrd. Euro gesteigert. Wachstumstreiber waren vor allem das Diabetes-, Herz- und Nierenmedikament JARDIANCE® sowie die Markteinführung neuer Präparate in den USA.

Eine aktuelle Publikation deutet darauf hin, dass Immunrezeptoren nicht nur Krankheitserreger erkennen, sondern auch aktiv an Reparatur- und Heilungsprozessen beteiligt sein können. Die Erkenntnisse der österreichischen Wissenschaftler könnten zu neuen Therapien bei Knochendefekten beitragen.

Die Formycon AG baut ihre Produktionsbasis für Biosimilars aus und geht eine strategische Partnerschaft mit der indischen CDMO OneSource Specialty Pharma ein. OneSource übernimmt die Herstellung von Wirkstoff (Drug Substance) und Fertigarzneimittel (Drug Product) für Biosimilar-Programme an seinem Biologika-Standort in Bangalore zur Versorgung internationaler Märkte.

Novartis verkauft den Life Science Campus im österreichischen Kundl an die INNEXIS-Unternehmensgruppe. Der Konzern gibt damit das Infrastrukturmanagement des Standorts ab, behält jedoch Produktionsanlagen und Labore sowie seine Pharmaaktivitäten vor Ort. Rund 30 Beschäftigte wechseln zu INNEXIS, rund 850 Mitarbeiter bleiben bei Novartis in Kundl beschäftigt.

Evotec hat seine Jahresprognose deutlich gesenkt und rechnet 2026 nun mit 570–610 Mio. Euro Umsatz statt 700–780 Mio. Euro. Aus einem erwarteten positiven EBITDA wird ein Verlust von 70–105 Mio. Euro. Die Anpassung zeigt, dass Restrukturierung und Geschäftsbelebung langsamer greifen als erhofft. Der angestrebte Turnaround verschiebt sich. Hier unser Kommentar.

Statt eines langsamen Greifens der Restrukturierungsmaßnahmen und des Sparprogramms vermeldet die Hamburger Evotec einen deutlichen Rückgang des Umsatzes zum ersten Halbjahr und senkt die Jahresprognose. Der vorbörsliche Kurs rutscht kräftig nach unten. Die Fragezeichen um das Unternehmen werden damit wieder größer und die Erwartungshaltung ebenfalls, dass jetzt endlich ein Neustart gelingen möge. Ein Kommentar.